Weiterhin Negativzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank SNB

Es wird in der Schweiz auch künftig keine Änderung der Zinspolitik seitens der Schweizerischen Nationalbank SNB geben. Verwunderlich ist dieser Umstand nicht, denn im Jahr 2018 hat die grösste Bank der Schweiz allein durch Negativzinsen einen Umsatz über mehrere Milliarden Schweizer Franken erzielt.

Insgesamt beläuft sich das Gesamtvolumen der Einnahmen, welche die Bank durch Negativzinsen verdiente, auf rund 2,05 Milliarden Schweizer Franken. Damit konnte die SNB die Verdienste im Vergleich zum Jahr 2017 nochmals steigern, wenngleich die Steigerung mit 0,03 Milliarden Schweizer Franken eher als marginal bezeichnet werden muss.

Hinter der Politik der SNB steckt ein kaltes Kalkül, denn die Bank möchte die Schweizer Währung möglichst so unattraktiv wie nur irgend möglich für Investoren darstellen. Ein Freibetrag ist zwar eingerichtet, doch wenn dieser Freibetrag erreicht ist erhebt die SNB Gebühren über 0,75 Prozent mit der Hoffnung, dass die jeweiligen Institute diese Gebühr an die Anleger weiterreichen und eben jene Anleger dann lieber auf andere Investitionsmodelle oder Währungen umsteigen.

Diese Politik verfolgt die SNB bereits seit mehr als vier Jahren und es hat sich bislang durchaus rentiert. Dennoch musste die Bank im Jahr 2018 insgesamt gesehen einen Verlust über 14,9 Milliarden Schweizer Franken verbuchen. Die Talfahrt der Aktienmärkte, welche im Schlussquartal vorherrschte, führte zu diesen Verlusten. Trotzdem wird an dem Plan festgehalten, dass sowohl die Kantone als auch der Bund eine Dividende über rund 2 Milliarden Schweizer Franken erhalten sollen.

Auch die Investitionen am Devisenmarkt sollen künftig nicht eingestellt werden. Da die SNB den Schweizer Franken hoch bewertet soll die als wirtschaftsschädlich angesehene Aufwertung der Schweizer Währung auch künftig verhindert werden. Alleinig der Umfang der Devisenkäufe, der auch schon in den vergangenen Jahren leicht zurückging, soll auch künftig gedrosselt werden. Im Jahr 2018 hatte die SNB noch Fremdwährungen in einem Gesamtvolumen von rund 2,3 Milliarden Schweizer Franken erworben. Eben jene Devisenkäufe hatten sich im Jahr 2017 noch auf ein Gesamtvolumen von rund 48,2 Milliarden Schweizer Franken belaufen sowie im Jahr 2016 auf insgesamt 67,1 Milliarden Schweizer Franken.

Die Devisenkäufe waren letztlich die einzigen Investitionsoperationen, welche die SNB in den letzten Jahren aktiv verfolgt hat.

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