Das Jahr 2020 war für viele Unternehmen ein regelrechtes Jahr zum Vergessen. Für Swiss Life jedoch ist das Pandemie-Jahr 2020 recht glimpflich abgelaufen, da mir rund 1,051 Milliarden Schweizer Franken ein Reingewinn erzielt werden konnte. Dieser Reingewinn fiel zwar mit rund 13 Prozent geringer aus, als es noch im Vorjahr der Fall gewesen ist, allerdings ist dies auf zwei Sondereffekte zurückzuführen.
Der erste Sondereffekt war ein Sreitfall, den Swiss Life in Amerika zu führen hatte. Die Einigung, welche mit dem DOJ (Department of Justice) in Amerika erzielt werden konnte, kostete Swiss Life rund 70 Millionen Schweizer Franken. Der Grund für den Streit war ein von den Amerikanern beanstandetes Portfolio, welches sich auf rund 1 Milliarde Schweizer Franken beläuft. Die 70 Millionen Schweizer Franken für die Einigung hatte Swiss Life jedoch bereits in seinen Planungen berücksichtigt.
Den Schweizern wurde seitens der Amerikaner vorgeworfen, dass das Portfolio als Versicherung Kunden bei der Steuerhinterziehung unterstützt haben soll. Dieser Streit wurde jedoch aus der Welt geschafft.
Ein weiterer Grund für den geringer ausgefallenen Reingewinn war der Umstand, dass Swiss Life im Jahr 2019 noch von Steuerersparnissen über rund 49 Millionen Schweizer Franken profitieren konnte. Diese Steuerersparnisse ergaben sich aus den neuen Regelungen bei der Unternehmenssteuer. Hierbei handelte es sich jedoch lediglich um eine einmalige Ersparnis.