Der Brexit ist momentan das bestimmende Thema in Europa und noch sind die möglichen wirtschaftlichen Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung nicht gänzlich abzusehen. Fest steht nur, dass der Brexit definitiv negative finanzielle Auswirkungen haben wird. Wie hoch der Schaden jedoch ausfallen wird steht bislang noch in den Sternen. Im Rahmen einer neuesten Studie, die von der Bertelsmann-Stiftung durchgeführt wurde, hätten die 27 übrig gebliebenen Mitgliedstaaten der EU mögliche Verluste über rund 40 Milliarden Euro hinzunehmen.
Sollte es zu einem sogenannten harten Brexit kommen würde sich der Verlust für die Schweiz dabei auf knapp 1,34 Milliarden Euro belaufen, was derzeitig einem Stand von 1,51 Milliarden Schweizer Franken entspricht. Die Schweiz rangiert damit auf dem zehnten Platz. Sowohl Italien als auch Frankreich und Deutschland hätten hingegen noch grössere Verluste hinzunehmen.
Am härtesten würde jedoch der harte Brexit Grossbritannien selbst treffen. Im Falle eines „No-Deals“ müssten die Briten jährlich einen Verlust von rund 57 Milliarden Euro verkraften. Irland hätte auf der Insel einen noch höheren Verlust hinzunehmen, während hingegen ein Land wie Malta kaum eine Änderung spüren würde. Im Rahmen der Studie wurde auch deutlich, dass diejenigen Länder, die eine sehr grosse geografische Nähe zu der britischen Insel aufweisen, stärkere Konsequenzen zu verkraften hätten.