Schweizer waren 2018 sparsam im Stromverbrauch

Der Strombedarf einer Nation ist ein wichtiger Träger der Wirtschaft. In der heutigen Zeit jedoch, in welcher der Klilmawandel das beherrschende Thema der Nachrichten ist, kann durch Sparsamkeit ein wichtiger Beitrag zur Klimarettung geleistet werden. In diesem Bereich waren die Schweizer im vergangenen Jahr 2018 sehr vorbildlich.

Weniger Strom als im Jahr 2017

Insgesamt betrachtet hat der Stromverbrauch der Schweizer in 2018 einen Rückgang von 1,4 Prozent verzeichnet. 57,6 Milliarden kWh wurden insgesamt verbraucht. Im Jahr 2017 belief sich dieser Wert noch auf rund 58,5 Milliarden kWh. Die Differenz in Höhe von knapp 836 Milliarden Kilowattstunden kommt einem jährlichen Verbrauch von rund 167.200 Haushalten gleich. Dies teilte das BFE in einer offiziellen Mitteilung mit.

Einer der Gründe für den geringeren Strombedarf stellt das Wetter dar, weil insgesamt knapp 10 Prozent des Strombedarfs durch das Heizen entsteht. Diesem Grund steht jedoch das Wirtschaftswachstum sowie das Wachstum der Bevölkerung entgegen. Im Vergleich zum geringeren Bedarf jedoch waren die 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum sowie die 0,7 Prozent Bevölkerungswachstum eher geringfügig.

Auch wenn der Bedarf sich verringert hat, so wurde dennoch mehr Strom generiert als noch im Jahr 2017. Rund 67,5 Milliarden Kilowattstunden wurden in der Schweiz produziert, über die Hälfte dieses Stroms konnte durch Wasserkraftwerke generiert werden. Auf Kernkraftwerke fällt dabei nur noch ein Drittel der gesamten Stromproduktion an, der restliche Strom wird durch erneuerbare Energien erzeugt. Von diesen 67,5 Milliarden Kilowattstunden hat die Schweiz insgesamt 32,6 Milliarden kWh exportiert. Im Vergleich zum importierten Strom in Höhe von rund 31 Millarden kWh wurde somit ein Exportüberschuss erzielt.

Dementsprechend positiv gestaltete sich auch der Aussenhandelssaldo. Rund 2,1 Milliarden Schweizer Franken konnten durch Stromexporte erzielt werden, während sich die Kosten für den Stromimport auf rund 1,8 Milliarden Schweizer Franken beliefen. Der Aussenhandelssaldo kann somit auf einen Wert von rund 277 Millionen Schweizer Franken beziffert werden.

Im Jahr 2017 hat sich dieses Verhältnis noch anders dargestellt. Ein negativer Handelssaldo in Höhe von rund 217 Millionen Schweizer Franken musste verbucht werden und dementsprechend hat die Schweiz in diesem Jahr auch mehr Strom importiert als exportiert wurde.

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