Die derzeitig vorherrschende globale Angst vor der Rezession hat nunmehr auch die Schweiz erreicht. Nachdem sowohl Deutschland als auch China mit sehr enttäuschenden Daten aus der Wirtschaft umgehen mussten wird es laut Experten nicht mehr lange dauern, bis auch die Schweiz dies bei dem Schweizer Franken deutlich zu spüren kriegen.
Stärkere Signale trafen ein
Die Entwicklung ist keine Überraschung, allerdings darf die Intensität doch schon ein wenig verwundern. Der grosse Nachbar der Schweiz, Deutschland, hat mit einer lahmen Wirtschaftsentwicklung zu kämpfen und auch das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich abgeflacht. Die Börse reagierte dementsprechend, allerdings waren die Auswirkungen deutlicher ausgeprägt als vorab befürchtet wurde. Mittlerweile gibt es definitiv Grund zur Sorge, da die deutsche Wirtschaft leicht geschrumpft ist. Anders lässt dies auch bei der chinesischen Wirtschaft nicht ausdrücken, denn das Wachstum betrug lediglich 4,8 Prozent. Erwartet wurden jedoch 5,8 Prozent.
Die Entwicklung ist eine direkte Folge des Handelsstreits zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika sowie China. die beiden weltweit grössten Volkswirtschaften üben sich derzeitig im Kräftemessen und es sieht danach aus, als ob die USA in diesem Bereich den längeren Atem haben würden. Die Schweiz indes muss ebenfalls mit den Folgen leben, die sich in der Wirtschaft zeigen. Es wird derzeitig davon ausgegangen, dass die Schweizer Wirtschaft im aktuellen Quartal kaum einen Wachstum für sich verbuchen dürfte und dass der Schweizer Franken Auftrieb kriegen wird.
Die Anleger haben derzeitig weltweit ein Stück Vertrauen in die Wirtschaft verloren. Dies zeigt sich auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo Staatsanleihen sehr beliebt sind. Derzeitig gibt jedoch für kurzfristige Anleihen mehr Zinsen als für längerfristige Anleihen, was für amerikanische Verhältnisse überaus ungewöhnlich ist. Letztmals gab es diese Entwicklung vor über 12 Jahren. Dies alles sind Anzeichen für eine drohende Rezession, welche für gewöhnlich unmittelbar nach einer Inversion folgt.
Der Markt ist derzeitig überschwämt mit Geld und diese Entwicklung ist ungesund für die Wirtschaft. Es erscheint derzeitig auch so, als wüssten die Zentralbanken keinen Ausweg aus dieser Entwicklung. Die Rezession erscheint fast sicher, jedoch weiss niemand genau wann und wo es den ersten Staat treffen oder wie stark die Rezession ausfallen wird.