Was dem Einen eine Krise ist, ist für den Anderen wiederum eine Gelegenheit. Auch wenn es niemand so richtig gerne zugeben mag ist in diesen Tagen der Medikamentenbedarf besonders hoch. Die gesamte EU hat einen hohen Bedarf an Medikamenten und rund ein Drittel dieser Medikamente werden von der Schweiz geliefert.
Mit 32 Prozent aller Medikamentenlieferungen bewegt sich die Schweiz auf Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten von Amerika, welche ebenfalls rund 30 Prozent aller Medikamente in die EU liefet. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten verzeichnet die Schweiz jedoch einen höheren Importüberschuss. Dieser Überschuss bewegt sich bei rund 21 Prozent im Vergleich zu dem US-Exportüberschuss, der bei rund 1 Prozent liegt.
Als Handelspartner der EU liegt die Schweiz auf dem zweiten Rang hinter den Vereinigten Staaten von Amerika. An dritter Stelle steht Grossbritannien, welches rund 12 Prozent des Medikamentenbedarfs der EU durch Lieferungen abdeckt. Die Medikamente verbleiben jedoch nicht immer in der EU, da die EU ihrerseits auch andere Länder mit Medikamenten versorgt. Ein Grossteil dieser Medikamentenexporte geht zu afrikanischen Staaten.
Das Geschäft mit den Medikamenten ist durchaus lohnenswert für alle Beteiligten. Das Gesamtvolumen wird auf rund 109 Milliarden Euro geschätzt, sodass dieser Export einen wichtigen Grundpfeiler der europäischen Wirtschaft darstellt.