Die Schweiz ist bereits seit sehr langer Zeit ein Mitglied der Efta Wirtschaftsgemeinschaft, welche den Handel mit Südamerika organisiert. Diese Efta-Wirtschaftsgemeinschaft hat sich nunmehr mit dem Mercosur aus Südamerika im Hinblick auf eine neue Freihandelszone geeinigt, was jedoch für die Schweiz zu einem recht schlechten Zeitpunkt kommt.
Eine ganze Woche lang dauerten die abschliessenden Verhandlungen, die in Argentinien – genauer gesagt in Buenos Aires – stattgefunden haben. Die Europäische Freihandelsassoziation hat dabei einen Abschluss erzielt, welcher die Länder Norwegen und Liechtenstein sowie die Schweiz und Island betrifft. Auf der südamerikanischen Seite stehen diesen Ländern künftig Brasilien sowie Argentinien und Uruguay nebst Paraguay gegenüber.
Seit dem Jahr 2017 wurde im Hinblick auf dieses Freihandelsabkommen hingearbeitet. Während sich speziell Brasilien in persona des Präsidenten Bolsonaro sehr über dieses Freihandelsabkommen freut, wird das Abkommen in der Schweiz eher kritisch betrachtet. Zum einen steht Bolsonaro gerade wegen der Brände im Amazonas schwer in der Kritik und zum anderen befürchten die Landwirte, dass ein Preisdruck auf Rindfleischprodukte sowie Zucker sowie Poulet nebst Ölsaaten entstehen könnte. Diese Produkte werden in die Schweiz aus dem südamerikanishcen Raum importiert.
Genauere Details des Freihandelsabkommens sind noch nicht bekannt. Wirtschaftsminister Parmelin hat angekündigt, sich in den kommenden Tagen diesbezüglich öffentlich zu äussern.