Die Entscheidung wurde mit Spannung erwartet. Die EU-Kommission hat in Strassburg eine Sitzung abgehalten und ausgiebig darüber diskutiert, wie es künftig mit der Schweiz im Hinblick auf Börsen-Äquivalenz weitergehen soll. Abwarten lautet jedoch die Devise der EU und nun ist die Schweiz wieder am Zug.
Margaritis Schinas, Chefsprecherin von der EU-Kommission, äusserte sich im Hinblick auf die Zukunft zurückhaltend. Die Kommission habe zunächst die jüngsten Entwicklungen diskutiert und noch keinen finalen Entscheid treffen können. Diese Entscheidung soll jedoch in absehbarer Zukunft fallen. Im Gespräch ist aktuell eine Befristung des Ultimatums, welches der Schweiz gestellt wurde.
Eine derartige weitergehende Befristung müsste allerdings noch von den restlichen EU-Staaten im Zuge einer Abstimmung ratifiziert werden. Sollte es zu keiner aktiven Verlängerung kommen, würde die Schweizer Börse ihre Äquivalenz verlieren, sodass EU-Händler nicht mehr handeln dürften. Die Verlängerung der Äquivalenz wurde jedoch bislang an Fortschritte im Rahmenabkommen verknüpft, da der EU eben jene Verhandlungen mit der Schweiz nicht zügig genug voranschreiten.
So wie sich der Sachverhalt aktuell gestaltet, würden der Schweiz weitere sechs Monate zugestanden, um das Rahmenabkommen zu überdenken. Bislang gibt es jedoch vom Schweizer Bundesrat noch keinerlei Entscheidungen dazu. Aktuell befindet sich die Schweiz in der Phase der Konsultation, welche voraussichtlich erst im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein wird.