Dass zahlreiche Unternehmen sowie auch ganze Branchen von der Corona-Pandemie stark betroffen sind ist hinlänglich bekannt. Bislang jedoch gab es für etliche Branchen zumindest die Hoffnung, dass nach der Pandemie eine Rückkehr zum vorherigen Stand zumindest möglich sein wird. Die Flugbranche jedoch dürfte die Auswirkungen weiterhin zu spüren bekommen.
Der Direktor der IATA, Willie Walsh, sprach kürzlich in einem online geführten Interview speziell die Flugbranche an. Der Direktor des Internationalen Airline Verbandes äusserte die Befürchtung, dass die Flugverkehrsbranche sehr stark durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie schrumpfen wird.
Die vorherig vorhandenen Kapazitäten würden nicht wieder vollständig zurückgewonnen werden können, da die Branche insgesamt künftig vorsichtiger und auch zurückhaltender agieren wird. Zusammenschlüsse würden künftig nicht mehr so offensiv durchgeführt werden, da stets ein Risiko einer Pandemie mit wirtschaftlichen Auswirkungen droht.
Einige Anbieterfluggesellschaften wären überdies auch zum Gesundschrumpfen verurteilt, um wirtschaftlich überleben zu können. Dies jedoch ist nicht für jede Anbietergesellschaft möglich, sodass Insolvenzen künftig zu erwarten seien. Insgesamt betrachtet wird die Flugbranche noch eine sehr lange Zeit benötigen, bis eine vollständige Sanierung auf den Stand vor der Pandemie erreicht ist.
Hiervon wären dann auch andere Branchen wie beispielsweise das Hotelgewerbe unmittelbar betroffen, sodass eine Kettenreaktion durch das Gesundschrumpfen der jeweiligen Gesellschaften eintreten könnte.