Schweizer Kantone haben starke Befürchtungen wegen Risikoliste

Es scheint fast ein wenig so, als würde eine zweite Welle auf das Land einbrechen. In der Schweiz steigen die Fallzahlen mit Bezug auf Covid-19 wieder an, sodass das Land erneut vor zunehmende Probleme gestellt wird. Auch die anderen Länder aus Europa haben auf diesen Umstand bereits reagiert und entsprechende Reisewarnungen ausgegeben. Während sich Länder wie Grossbritannien oder Dänemark sowie auch Belgien allerdings mit ihren Reisewarnungen noch zurückhaltend geben, geht Deutschland einen anderen Weg.

Anders als die meisten anderen Länder nimmt Deutschland im Hinblick auf die Reisewarnungen eine anderweitige Beurteilung der Situation vor. Deutschland betrachtet nicht den Gesamtwert in der Schweiz, der grosse Schweizer Nachbar bewertet die Situationen in den einzelnen Regionen. Auf der Grundlage dieser Bewertungen wurden Genf sowie Waadt und Freiburg als Risikogebiete eingestuft.

Diese Bewertung überrascht allerdings nicht, da es in dieser Region tatsächlich in der letzten Zeit vermehrt zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kam. Dies mag daran liegen, dass die vornehmlich junge Bevölkerung in diesen Regionen für Ansteckungen innerhalb von Familien gesorgt haben. In Freiburg wurden zudem die entsprechenden Massnahmen zum Schutz gegen eine Infektion nicht konsequent eingehalten.

Der Staatsrat der CVP, Oliver Curty, betrachtet die Entwicklung mit einer grossen Sorge. Es liegt selbstverständlich in seinem Interesse, dass die Fallzahlen in dem Schweizer Kanton Freiburg schnellstmöglich gesenkt werden. Dies lässt sich durch eine Reduzierung des Tourismus sicherlich erreichen, weshalb die deutsche Reisewarnung mit einem gewissen Verständnis gesehen wird. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings auch die Sorge um die Wirtschaft, da die Region Freiburg sehr eng vernetzt ist und auch ein Stück weit von der Vernetzung lebt.

Sowohl der Export als auch der Tourismus sind Motoren für die Wirtschaft in der Region Freiburg, weshalb die deutsche Reisewarnung natürlich ein ordentlicher Schlag ins Kontor ist. Gleichermassen verhält es sich auch mit dem Kanton Zürich, welcher ebenfalls als Risikogebiet eingestuft wurde. Auch hier wird ein wirtschaftlicher Schaden befürchtet, der allerdings zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden kann.

In dem Kanton Bern wird die ganze Angelegenheit noch ein wenig aus der Distanz heraus betrachtet. Eine Äusserung im Hinblick auf die zu erwartenden Konsequenzen wurde aus diesem Kanton noch nicht abgegeben, allerdings wird sich auch dort sehr intensiv mit der Thematik beschäftigt.

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