In ihrer Werbung präsentiert sich die Allianz immer als starker Partner an der Seite des Kunden. Der Spruch „wer sich Allianz versichert, der ist voll und ganz gesichert. Der schliesst vom ersten Augenblick, ein Bündnis mit dem Glück – eine Allianz fürs Leben!“. Rund 150 Mitarbeiter in der Schweizer Allianz Hauptzentrale werden in naher Zukunft diesen Spruch nicht mehr so neckisch und gelungen finden, denn die Allianz plant einen Stellenabbau über eben jene 150 Stellen in Wallisellen.
Stellenabbau über drei Jahre geplant
Der Plan der Allianz, rund 150 Stellen in der Schweiz abzubauen, wird nicht über Nacht realisiert werden. Nach eigenen Angaben plant die viertgrösste Versicherung der Schweiz einen Abbau über drei Jahre. Dies ist jedoch nicht der einzige Schritt, den die Allianz unternehmen möchte. Ziel der Massnahme ist es, Ausgaben zu reduzieren und schlichtweg zu sparen. Dies sei, so ein Sprecher der Versicherung, notwendig um künftig auf den verschärften Konkurrenzdruck und Wettbewerb entsprechend reagieren zu können. Die Schweizer Tochtergesellschaft der deutschen Versicherung hat die betreffenden Mitarbeiter bereits über die Pläne informiert und setzt damit Massnahmen um, die bereits im Juli im Vorstand beschlossen wurden.
Die ersten 20 Entlassungen sollen noch im Oktober 2018 durchgeführt werden. Die Mitarbeiter haben ihre Kündigung bereits erhalten. Wie die Allianz Schweiz dabei betonte handelte es sich um Bereiche, die künftig von der Versicherung nicht mehr bedient werden. Aus diesem Grund erfolgten die Kündigung auch sofort und nicht erst in den kommenden drei Jahren. Betont wurde auch, dass die dann ehemaligen Mitarbeiter der Versicherung nicht im Regen stehen gelassen werden. Für einige Betroffene soll eine Frühpensionierung durchgeführt werden. Da die Allianz Schweiz auch keine Massenentlassung durchführt gibt es in der Schweiz auch keine gesetzliche Vorschrift für einen zwingenden Sozialplan. Dennoch möchte die Allianz freiwillige Massnahmen durchführen, um die Betroffenen zu unterstützen.
Die Entlassung soll somit in das Licht des Outsourcings gerückt werden, was für die Betroffenen sicherlich nur ein schwacher Trost ist. Bei der Jobsuche sowie bei etwaigen notwendigen Fortbildungen möchte die Schweizer Versicherung den Betroffenen Unterstützungsmassnahmen anbieten. In den nächsten drei Jahren sollen die ausstehenden Stellenabbaumassnahmen durch die sogenannte natürliche Fluktuation abgewickelt werden. Diese liegt, so die Versicherung weiter, ohnehin bei 200 Mitarbeitern pro Jahr.