Initiativbewerbungen geniessen einen höheren Stellenwert

Von Arbeitsuchenden wird auf dem heutigen Arbeitsmarkt in der Schweiz sehr viel verlangt. Die wohl wichtigste Eigenschaft, welche Unternehmen bei ihren zukünftigen Arbeitnehmern schätzen, ist die Initiative. Eine jüngste Studie zeigt deutlich, dass die Mehrheit der Unternehmen diese Initiative bereits bei der Bewerbung hoch einschätzen. Unternehmen berücksichtigen immer häufiger die sogenannten Initiativbewerbungen und legen ihre Priorität dabei nicht mehr so stark auf Empfehlungen, welche von Headhuntern ausgesprochen werden.

Stellenausschreibungen oftmals nicht mehr notwendig

Auf der Suche nach einem Job ist der erste Blick eines Arbeitssuchenden stets auf die Ausschreibungen von vorhandenen Stellen. Wenn es hier nichts gibt kann dies sehr frustrierend sein, doch mit einer Initiativbewerbung kann der Arbeitssuchende sehr viel Glück haben. Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus der Studie, welche von Rundstedt sowie HR Today durchgeführt wurde. Unter dem Namen „HR Today Research Survey“ haben die beiden Unternehmen herausgefunden, dass Stellenvermittler sowie auch Headhunter in der heutigen Zeit einen enorm schwierigen Stand haben. Lediglich 30 Prozent aller Unternehmen greifen noch auf diese Kanäle bei ihrer Suche nach Arbeitnehmern zurück.

Auch wenn sich dies im Vergleich zu früheren Zeiten ein wenig geändert haben mag wird in der Studie auch deutlich, dass von einer Revolution des Arbeitsmarktes nicht gesprochen werden kann. Eine Konstante, die früher bereits enorm wichtig war und auch noch heute noch Priorität geniesst, ist das Arbeitszeugnis. Ohne ein Arbeitszeugnis kann ein Arbeitssuchender seine Chancen bei einem neuen Unternehmen fast schon gen 0 einordnen. Die Arbeitgeber verwenden das Arbeitszeugnis, um ein eigenes Bild von dem Bewerber zu erhalten. Problematisch ist dabei nur, dass das Dokument keinen besonders vertrauenswürdigen Status inne hat und dass die etliche Unternehmen auf diese Informationen ohne das Einverständnis von dem Bewerber zurückgreifen.

Aus der Studie geht auch hervor, dass der Arbeitsmarkt zunehmend politisch geprägt ist. Die Debatte um ausländische Arbeitssuchende hat ein neues Ausmass erreicht und ist im Hinblick auf den Fachkräftemangel gerade in der Region Deutschschweiz sehr brisant. Das Karriereberatungsunternehmen Rundstedt hat die Studie in enger Kooperation mit der Zeitschrift „HR Today“ im Zeitraum April bis August des aktuellen Jahres erhoben und dabei insgesamt rund 536 Personaler in der Schweiz nach ihren Erfahrungen und ihren Handhabungen befragt.

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