Die Welt spricht mittlerweile fast ausschliesslich von den sogenannten Kryptowährungen und dem bargeldlosen Zahlungsverkehr. Man möchte fast schon meinen, dass diese virtuellen Währungen die klassische Zahlungsmethode des herkömmlichen Geldes gänzlich abgelöst hat. Ganz so ist es jedoch nicht, denn in der Schweiz wurde gestern die neue 200er Bargeldnote vorgestellt. Damit wurde ein sehr deutliches Zeichen gesetzt, dass die Schweizer trotz allen neuen Trends wie dem bargeldlosen Zahlungsverkehr ihr Bargeld trotzdem noch lieben.

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Es mag sicherlich stimmig sein, dass für viele Menschen Geld lediglich als Tauschmittel angesehen wird. Die nackten Zahlen, die sich auf dem Konto oder auf diversen Wallets wiederfinden, ermöglichen den Einkauf von Waren oder Dienstleistungen. Die Turbodigitalisierung treibt diese Ansicht sicherlich auch voran, doch gibt es durchaus auch noch Ausnahmen. Geld ist in der Schweiz deutlich mehr, es hat einen anderen Status als nur das reine Tauschmittel.
Das klassische Geld, als Beispiel in der Form der 200er Note, bietet Privatsphäre sowie auch Anonymität und es erinnert den Menschen an die früheren Werte. Wer für sein Geld hart arbeiten muss geht mit dem klassischen Geld, welches sich in Händen halten lässt, sparsamer und auch sorgsamer um als es bei nackten Zahlen oder Kryptowährungen der Fall ist. Eine Zahl auf dem Konto ist leichter ausgegeben als ein klassischer Geldschein oder eine Geldmünze, die physisch vorhanden ist.
Die Liebe zum Bargeld äussert sich in unserem Alltag, da bei uns tatsächlich noch die Vielzahl der Transaktionen klassisch bar abgehandelt werden. Wir sind das pure Gegenteil von Schweden, denn dort ist der Umgang mit Bargeld enorm rückläufig.
Es darf stark bezweifelt werden, dass die Schweiz in den nächsten Jahren dem Beispiel Schwedens vollständig folgen wird. Schweden befindet sich auf dem Weg zu einer vollständig bargeldlosen Gesellschaft, in welcher sämtliche Einkäufe lediglich über externe Drittzahlungsanbieter oder über den EC-Zahlungsverkehr abgewickelt wird. In der Schweiz wird diesem Trend noch stark entgegengewirkt.