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Verivox räumt in der Schweiz das Feld

Insgesamt gesehen war es ein sehr kurzes Gastspiel. Dieses Gastspiel war jedoch extrem laut und von einer ordentlichen Medienoffensive begleitet, welcher einen Grossangriff auf den Giganten Comparis starten sollte. Dieser Grossangriff ist jedoch gescheitert, weshalb Verivox nunmehr leise "Adieu" zum Schweizer Markt sagt. Gänzlich wird die Geschäftstätigkeit jedoch nicht eingestellt, es wird sich vielmehr nur auf einen anderen Markt konzentriert.

Schleppender Start

Es war der 01.09.2016, als Verivox mit sehr grossen und ambitionierten Plänen den Schweizer Markt betrat. Während das Unternehmen in Deutschland sich den Platz als Marktführer mit Check24 teilen konnte, war die Herausforderung in der Schweiz schon grösser. Comparis hat in der Schweiz schon sehr lange den Status des Platzhirschen inne und auch andere Anbieter wie Dschungelkompass oder Moneyland haben sich bereits etabliert.

Auch das Unternehmen Anivo hat in der Schweiz bereits einen sehr guten Stand, sodass sich Verivox gleich mit einer grösseren Konkurrenz konfrontiert sah. Verivox trat die Herausforderung an und wollte sich in erster Linie auf die Vergleiche von Stromtarifen spezialisieren, was eine vollständige Liberalisierung des Marktes voraussetzte. Diese Liberalisierung wurde durch den Bund jedoch nicht weiter forciert, sodass Verivox insgesamt betrachtet in der Schweiz nie wirklich ankam.

Dass sich das Unternehmen nunmehr wieder vom Schweizer Markt zurückzieht ist indes keine grossartige Überraschung. Vielmehr ist es eine logische Schlussfolgerung, mit welcher Schadensbegrenzung betrieben werden soll. Für den Start auf dem Schweizer Markt unternahm das Unternehmen einige durchaus merkliche Investitionen, die sich jedoch nicht rentierten.

So wurden vom Konkurrenten Comparis Ralf Beyeler sowie Sabine Östlund abgeworben, die jedoch nicht lange bei Verivox verblieben. In seinem Zürcher Büro wurden insgesamt fünf Personen beschäftigt, die auf den Startschuss in Form der Liberalisierung des Marktes warteten. Dieser Startschuss kam jedoch nicht, was jedoch wohl kaum der einzige Grund für den Rückzug sein dürfte.

Es wird allgemeinhin eher angenommen, dass der Konkurrent Comparis für Vervixo zu gross war. Comparis ist seit mehr als 23 Jahren auf dem Schweizer Markt aktiv und hat eine gesunde Unternehmensführung und bei den Konsumenten ein sehr gutes Image.