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Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) 2020 II

Im Jahr 2020 wird sich steuerlich gesehen in der Schweiz einiges ändern. Nachdem der erste Versuch im Jahr 2017 scheiterte, hat der Bundesrat sowie auch die Bundesregierung einen neuen Anlauf gestartet, um die AHV-Finanzierung mittels einer Steuerreform für die nächsten Jahre zu sichern. Durch das neue Gesetz soll zudem auch der Wirtschaftsstandort Schweiz für die Unternehmen attraktiver werden, was sich positiv auf die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern auswirken kann.

Ein Kernpunkt und sozusagen die Ausgangslage zur neuen Steuerreform war zunächst, dass die kantonalen Statusgesellschaften künftig abgeschafft werden. Diese Statusgesellschaften haben international ohnehin schon keine Anerkennung mehr gefunden, sodass die Schweiz mit der Änderung des Steuergesetzes ohnehin nur internationalen Vorgaben folgen würde.

Dies ist jedoch nur eine Änderung von vielen, da künftig auch neue steuerliche Sonderregelungen eingeführt werden. Diese steuerlichen Sonderregelungen sollen die Förderung der Entwicklung und Forschung vorantreiben. Im Zuge dieser Massnahme wird auch eine Patentbox eingeführt, welche eine ermässigte Versteuerung von Gewinnen aus Patenten und Erfindungen ermöglichen wird.

Kantonen wird künftig auch die Gelegenheit gegeben, Ausgaben für die Bereiche Förderung und Entwicklung zusätzlich bis zu einen Maximalsatz von 50 Prozent als Abzug vorzusehen. Ebenso erhalten die Kantone die Möglichkeit, einen Minimalsatz von rund 18,03 Prozent als Abzug zur Eigenfinanzierung durchzuführen. Dies setzt allerdings voraus, dass Unternehmen als Minimum 30 Prozent ihrer Gewinne vor der Anwendung von Sonderregelungen zu versteuern haben.

Im Hinblick auf die Besteuerung von Dividenden wird die Steuerreform ebenfalls Änderungen mit sich bringen. Die Dividendenbesteuerung wird künftig beim Bund mit 70 Prozent und bei den Kantonen mit 50 Prozent festgelegt. Die Kantone können jedoch bei Bedarf individuell eine höhere Besteuerung der Dividenden festlegen.

Die steuerbefreite Ausschüttung der Kapitalreserven wird ab dem Jahr 2020 ebenfalls durch die Steuerreform eingeschränkt und überdies werden Gemeinden und Städte bei den Anteilen der Kantone an der Bundessteuer stärker berücksichtigt.

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