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Schweizfonds als Vorschlag zur Hilfe für Unternehmen

Nach den jüngsten Ereignissen und den damit verbundenen Wirtschaftseinbussen wurde der Schweizer Regierung nunmehr eine Massnahme vorgeschlagen, die als Sofothilfe verstanden werden kann und die drohende Rezession abwenden soll. Mit einem Betrag von knapp 100 Milliarden Schweizer Franken soll den Selbständigen sowie auch Klein-Unternehmen geholfen werden. Dies ist jedenfalls die Forderung den beiden Wirtschaftsprofessoren Jan-Egbert Sturm und Hans Gersbach.

Der Schweizer Bundesrat hat in der jüngeren Vergangenheit bereits ein sehr wichtiges Hilfsmittel auf den Weg gebracht, welches sich als überaus wirkungsvoll in Krisenzeiten bewährte - die Kurzarbeit. Ob diese Massnahme jedoch in der aktuellen europäischen Krise ausreichend ist darf bezweifelt werden, da die Arbeitnehmer in der Schweiz ihre monatlichen Fixkosten wie beispielsweise die Mieten weiter bezahlen müssen. Auch die Unternehmen haben diese Fixkosten in Zeiten der einbrechenden Umsätze weiter zu tragen, weshalb die Gefahr von Insolvenzen nach wie vor im Raum steht.

Der "Schweizfonds" könnte viele Probleme lösen. Die beiden Wirtschaftsprofessoren, die ihren Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika haben, haben diese Idee an die Schweizer Bundesregierung herangetragen und darin betont, dass der Staat die Umsatzeinbussen der Unternehmen als "Käufer" auffangen soll. Was sich zunächst wie eine äusserst abwegige Idee anhört ist auf dem zweiten Blick - zumindest mittel- bis langfristig - durchaus interessant.

Der Schweizfonds beinhaltet zudem auch staatliche Kreditgarantien sowie Darlehensbürgschaften. Dies ist natürlich nicht gänzlich risikofrei, da auf diese Weise Unternehmen in finanzieller Schieflage nur künstlich weiter am Leben gehalten würden. Es könnte jedoch auch als Chance gesehen werden, damit nach der überstandenen Krise der Wirtschaftsmotor der Schweiz schnellstmöglich wieder anspringt. Überdies wäre eine Pleitewelle von Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt eine regelrechte Katastrophe, welche die ohnehin schon drohende Rezession nur vorantreiben würde.

Rund 100 Milliarden Euro wurden in dem Vorschlag des "Schweizfonds" veranschlagt. Die Schweiz hat, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, den Vorteil von gesunden Staatsfinanzen. Ein gewisser Spielraum zur Umsetzung der Idee wäre also durchaus vorhanden, auch wenn der Schweizfonds sicherlich als unkonventionelle Massnahme zu begreifen wäre. Die SNB könnte hierbei einen wertvollen Beitrag durch Sonderausschüttungen leisten.

Sollte die Krise überstanden sein hätte der Staat zusätzliche Rücklagen, da die Unternehmen die Hilfen aus dem Schweizfonds selbstverständlich zurücktilgen würden.