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Die Schweiz finanzierte den EU-Wiederaufbau mit

Politisch gesehen ist die Schweiz für ihre Unabhängig weltweit bekannt. Wirtschaftlich betrachtet jedoch ist die Schweiz ein fester Bestandteil der Europäischen Union und dementsprechend übt das EU-Parlament auch gelegentlich einen gewissen Druck aus, damit die Schweiz Beteiligungen an Projekten übernimmt. So wird es letztlich auch bei dem Projekt "Wiederaufbau" der europäischen Wirtschaft verhalten.

Das EU-Parlament argumentiert damit, dass die Schweiz auch ein starkes Eigeninteresse an dem Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft habe und dementsprechend auch die Themen innerhalb der Gemeinschaft gestalten soll. Der europäische Plan sieht vor, dass Geld investiert werden muss um die Wirtschaft vor dem absoluten Absturz bewahrt werden kann. Dieses Geld soll aus der Gemeinschaft heraus generiert werden, sodass die Schweiz ebenfalls betroffen ist. 

Die Schweiz pflegt bilaterale Beziehungen zu der EU und profitiert als Export- sowie Importnation auch von dem europäischen Markt. Es ist derzeitig jedoch noch nicht gänzlich geklärt, welcher Geldtopf von der höheren Beteiligung der Schweiz profitieren soll. Konkrete Forderungen an die Schweiz wurden auch noch nicht gestellt allerdings hat das EU-Parlament bereits angeregt, dass die Schweiz ein Angebot unterbreiten soll.

Die Idee für den sogenannten Corona-Hilfsplan existiert bereits und wird innerhalb der EU auch schon sehr stark diskutiert. Der Grundgedanke lautet, dass die Schweiz diesen Hilfsplan mitfinanziert. Im Gegenzug dazu soll die EU gewisse Zusagen in dem bereits bestehenden Rahmenabkommen garantieren. Konkret geht es hierbei um die Lohnschutzmassnahmen der Schweiz und die aktuelle Situation könnte für die Schweiz eine Chance sein, bisher bestehende Blockaden in den bilateralen Beziehungen überwinden zu können. 

Es bleibt allerdings zweifelhaft, ob Brüssel diese Zusagen geben möchte. Allgemeinhin wird erwartet, dass die EU den Köder der Geldzahlungen nicht aufnehmen wird, sodass letztlich wieder die Kompromissfähigkeit der Verhandlungspartner gefragt ist. Die Mitgliedsstaaten der EU werden also zunächst erst einmal das Schweizer Angebot abwarten und sich dann mit dem Rahmenabkommen beschäftigen. Wann genau eine Einigung und eine Ratifizierung des bestehenden Rahmenabkommens erfolgt steht aktuell noch in den Sternen. Da die Situation jedoch eine gewisse Form der Eile erfordert und die Wirtschaft ohne eine Interaktion der EU keine Verbesserungen erfahren wird kann davon ausgegangen werden, dass zumindest die EU auf eine rasche Handlung drängt.