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Ökonomin regt zum Umdenken an

Die Zielsetzung eines jeden wirtschaftlichen Handeln ist ausdrücklich das Streben nach Gewinn sowie Wachstum. Diese Zielsetzung ist seit der Erfindung des Kapitalismus regelrecht in Stein gemeisselt und wird sowohl von alteingesessenen Unternehmen als auch von jungen Startups gleichermassen beherzigt. Nunmehr jedoch wird seitens einer Forschungseinheit für Wirtschafts- sowie Sozialwissenschaften der Eidgenössischen Forschungsanstalt in dem Schweizer Birmensdorf ein Umdenken angeregt.

Irmi Seidl, ihres Zeichens Ökonomin sowie Leiterin jener Forschungsheinheit, betrachtet die aktuelle Corona-Krise sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschafts auch als Chance, die derzeitig vorherrschenden Strukturen des Wirtschaftssystems vollständig neu zu justieren und damit auch eine ökologischere Gesellschaft mit stärkerer Widerstandsfähigkeit zu installieren. Insbesondere das Schweizer Limmattal könnte hierbei durchaus eine sehr wichtige Pionierfunktion erfüllen.

Der Kernpunkt ihrer Sichtweise ist auf die Umwelt ausgerichtet. Die Frage, die sich Seidl dabei stellt, geht in die Richtung, was die Menschen in ihrem Leben wirklich wollen. Möchte der Mensch seiner Nachfolgegeneration eine intakte Umwelt mit Bäumen von mehr 13000 Jahren hinterlassen oder eher wirtschaftlichen Reichtum. Seidl ist überzeugt, dass der Umweltgedanke dabei im Vordergrund stehen sollte. 

Aus diesem Grund hat sie die Themen Naturschutz, Biodiversität sowie Wirtschaftswachstum auch in den Vordergrund ihrer Tätigkeit gerückt. Die 57 Jahre alte Ökonomin plant, in naher Zukunft eine Studie mit dem Themenschwerpunkt biodiversitätsschädigende Auswirkungen von Subventionen zu veröffentlichen, in welcher die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft ebenfalls ein Themenschwerpunkt darstellen wird. Für Seidl steht bereits jetzt fest, dass es so wie bisher auf gar keinen Fall weitergehen kann.

Betrachtet man sich derzeitig die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft ist man geneigt, Seidl zuzustimmen. Wirtschaftliche Verluste sowie Konkurse und regelrechte Entlassungswellen deuten darauf hin, dass die Schweiz sich mit grossen Schritten einer sehr starken Wirtschaftskrise nähert, welche so in dieser Form noch nie zuvor gesehen wurde. Laut Seidl gibt es aus dieser Entwicklung heraus nur eine einzige Lehre zu ziehen: Es müssen derartige Einbrüche auf jeden Fall vermeiden werden, da sie enorme Verwerfungen in Form von Einkommensausfällen durch Arbeitslosigkeit nach sich ziehen. 

Derartige Einbrüche lassen sich jedoch laut Seidl nur verhindern, in dem die Wirtschaft nachhaltig gestärkt wird und dabei auch der Umweltaspekt deutlicher Berücksichtigung findet.