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Job-Verlust-Schock folgt der Corona-Krise auf dem Fuss

Dass die Corona-Krise an der Wirtschaft erheblichen Schaden anrichten würde dürfte wohl jedem bekannt sein. Wie hoch der Schaden ausfallen würde war bislang als Faktor X noch nicht bekannt, doch die Auswirkungen äussern sich nunmehr verstärkt in Form von Job-Verlusten. In der Schweiz steigen die Arbeitslosenzahlen gravierend an. 

Das Ausmass des Job-Verlust-Schocks stellt die Ausmasse der Finanzkrise bereits in den Schatten. Der ETH-Professor sowie Leiter der KOF (Konjunkturforschung), Jan-Egbert Sturm, betitelt die Finanzkrise im Vergleich zu der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Job-Schock sogar als "Klacks". Fakt ist, dass bei den meisten Unternehmen das finanzielle Polster weitestgehend aufgebraucht ist und dass dementsprechend Entlassungen unumgänglich geworden sind.

Unternehmen wie Gate Gourmet oder auch Schindler, welche ja in ihrer Branche regelrechte Riesen sind, haben ebenfalls schon Entlassungen angekündigt. Der Grund hierfür ist, dass in nahezu allen Branchen ganze Lieferketten regelrecht zusammengebrochen sind. Gate Gourmet spricht aktuell von rund 350 Stellen, Schindler sogar von 2.000 Stellen.

Besonders hart ist in diesem Zusammenhang der Umstand, dass gerade junge Leute sowie Personen mit Migrationshintergrund von den Stellenstreichungen betroffen sind. Nahezu jeder fünfte Auszubildende, der unter ganz normalen Umständen in dem Ausbildungsbetrieb eine Weiterbeschäftigung zu erwarten hätte, muss nunmehr den Arbeitsplatz räumen. Dies geht aus einer Studie hervor, welche im Auftrag von der ETH Zürich durchgeführt wurde. 

Aktuell wird damit gerechnet, dass im Jahr 2020 eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von rund 3,8 Prozent erreicht wird. Der eigentliche Job-Schock wird dementsprechend auch erst im Jahr 2021 erreicht, wenn die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozent auf durchschnittlich 4,1 Prozent ansteigen wird. Dies setzt allerdings voraus, dass die Schweiz bis dato den zweiten Lockdown vermeiden und sich die Wirtschaft dementsprechend auch erholen kann.

Auffällig ist auch, dass gewisse Branchen sehr viel stärker betroffen sind als andere Branchen. Der Tourismus- sowie Gastronomie-Bereich hatte unter Corona ebenso stark zu leiden wie die Luftfahrt und die Reisebüros. Auch der Unterhaltungssektor hat sehr stark gelitten. Eine Erholung ist aktuell noch nicht in Sicht, sodass die meisten Experten eher von dem schlimmsten Fall ausgehen. Optimistisch zeigt sich in diesen Tagen im Zusammenhang mit der Schweizer Wirtschaft kein Experte, allerdings bleibt die Entwicklung abzuwarten.