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Deutsche Bank schockt mit Euro-Prognose

Der Branchen-Primus sorgt derzeit für Diskussionen mit einer Prognose für die Gemeinschaftswährung, die bis 2017 einen Verfall auf 0,95 US-Dollar voraussieht - mit dramatischen Folgen.

Gemeinschaftswährung und Wirtschaftsentwicklung

Bis vor wenigen Monaten wurde bemängelt, dass der starke Euro, der im Mai noch bei 1,40 US-Dollar notierte, die europäischen Exporte beeinträchtigen würde. Die kräftige Korrektur auf die aktuellen 1,27 US-Dollar je Euro sollen aber laut den Währungsexperten der Deutschen Bank noch lange nicht das Ende sein, wie der aktuellen Prognose zu entnehmen ist. George Saravelos rechnet vielmehr damit, dass die Gemeinschaftswährung in den nächsten zwei Jahren auf weniger als einen US-Dollar abrutschen könnte. Nicht zuletzt in der EZB-Politik sieht er die Ursache für diese Entwicklung, da die enormen Geldmengen, die in die Märkte gepumpt würden, derzeit auf nur wenige Investitionsmöglichkeiten im Euro-Raum stießen.

FED mit Zinsanhebung im nächsten Jahr

Im Gegenzug will die FED im Jahr 2015 die Zinsen wieder anheben, wodurch sich deutlich interessantere Anlagemöglichkeiten ergeben würden. Als eine logische Folge macht Saravelos demnach die massive Kapitalflucht aus dem Euro-Raum aus - was wiederum die Gemeinschaftswährung unter Druck setzen würde. Ein Abweichen der EZB vom eingeschlagenen Weg ist jedoch unwahrscheinlich, denn der schwache Euro würde beispielsweise importierte Waren teurer machen und die Inflation in die Bahnen lenken, die die Notenbank mit allen Mitteln anstrebt. Die so weiterhin steigenden Exportüberschüsse allerdings dürften die Entwicklung noch verstärken, solange die Konjunktur im Euro-Raum nicht anzieht und interessante Investitionen ermöglicht. Alles in allem keine gute Aussichten für Europa, vor allem die Verbraucher dürften unter den Auswirkungen leiden.