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Bundesrat legt Kontingent für ausländische Fachkräfte 2022 fest

Die meisten Länder in der Europäischen Gemeinschaft klagen über einen akuten Fachkräftemangel - allen voran Deutschland. Das Problem, welches viele Länder haben, liegt in dem Umstand, dass die Standorte für die Fachkräfte aus dem Ausland schlichtweg nicht attraktiv genug sind. Die Schweiz indes kann sich hierüber nicht beklagen.

Im Vergleich zu den meisten Ländern in Europa kann sich die Schweiz im Hinblick auf den Zuzug von Fachkräften nicht beklagen. Dieser Umstand kann sich auch aus der Situation heraus ergeben, dass die Schweiz politisch nicht zu der EU gehört und dementsprechend auch eine grössere Freiheit im Hinblick auf die Arbeitsrahmenbedingungen schaffen kann. Es steht ausser Frage, dass in der Vergangenheit sehr viele junge Fachkräfte aus dem Ausland und speziell auch ausserhalb der EU ihre berufliche Zukunft in der Schweiz gestalten wollten. Die Schweiz befindet sich dementsprechend auch in der positiven Situation, dass mittels von Kontingenten der Zuzug der ausländischen Fachkräfte staatlich geregelt werden konnte.

Auch für das Jahr 2022 soll es wieder ein entsprechendes Kontingent an ausländischen Fachkräften in der Schweiz geben. Gerade die Fachkräfte aus den sogenannten Drittstaaten stehen hierbei sehr hoch im Kurs, weshalb der Bundesrat sich jetzt auf ein neues Höchstkontingent festgelegt hat. Sowohl die Sozialpartner als auch die Kantone wurden zuvor seitens des Bundesrates angehört. Dies dient stets der Klarstellung, wie hoch der aktuelle Bedarf an ausländischen Fachkräften für die Wirtschaft denn ist. Auch in dem "Corona-Jahr" 2021 wurden die Sozialpartner sowie auch die Kantone seitens des Bundesrates angehört und der Bundesrat hat sich darauf festgelegt, dass im Jahr 2022 maximal 8500 Fachkräfte aus den Drittstaaten für die Schweiz rekrutiert werden können.

4500 Fachkräfte sollen dabei eine Aufenthaltsbewilligung der Klasse B erhalten und 4000 Fachkräfte die Kurzaufenthaltsbewilligung Klasse L. Auf diese Weise möchte der Bundesrat nach den jüngsten wirtschaftlichen Rückschlägen, welche der Corona-Pandemie geschuldet waren, eine Erholung der Wirtschaft vorantreiben. Die Auswahl der Länder, aus denen die Schweiz rekrutieren kann, ist jedoch ein wenig kleiner geworden. Bedingt durch den Umstand, dass sich Grossbritannien nicht mehr in der Europäischen Union befindet, gelten für die Fachkräfte aus Grossbritannien innerhalb der EU auch die Freizügigkeitsregelungen gem. des Freizügigkeitsabkommens nicht mehr.

Für diese Fachkräfte hat der Bundesrat jedoch für das Jahr 2022 Sonderkontingente ins Leben gerufen. 3500 Fachkräfte aus Grossbritannien dürfen in die Schweiz kommen. 2100 werden die Aufenthaltsbewilligung Klasse B erhalten und 1400 die Kurzaufenthaltsbewilligung Klasse L.