Silber verliert einen Viertel seines Wertes

Massive Korrekturen bei den Basismetallpreisen

In den letzten Tagen haben die Rohwarenpreise enorm gelitten, insbesondere am Donnerstag sind die relevanten Preisindizes im Schnitt um mehr als 4% gefallen, wobei die Kennzahl der London Metal Exchange um 6,4% nachgegeben hat. Zwar sind die Korrekturen am Freitag etwas geringer ausgefallen, doch erinnert die abgelaufene Woche frappant an die dramatischen Ereignisse nach dem Kollaps von Lehman Brothers im Jahre 2008. 

Bei den Basismetallen waren die Verluste von besonderer Bedeutung. Das Comex-Kupfer, welches vor wenigen Tagen bei 4 $ pro Pfund gehandelt worden war ist mittlerweile auf 3.32 $ pro Pfund gefallen. Das rote Metall, dass generell als globaler Konjunkturindikator betrachtet wird, verlor gut 5% und fiel am Freitag weiter auf einen Tiefpunkt von 711 $ pro Tonne. Seit Mittwoch entspricht das einer Einbusse von rund 14%. Der Verlauf des Nickelpreises war noch volatiler. In den letzten Tagen hatte er gut 17% seines Wertes verloren. Von einem anhaltend nervösen Markt sprechen die Beobachter. 

Auch ist der Goldpreis welcher in New York eingebrochen. Erstmals seit Anfang August ist er wieder unter 1700 $ pro Unze gefallen und hat damit seit Ende vergangener Woche rund 10% an Wert eingebüsst. Am Freitagnachmittag erbrachte Londoner Goldfixing eine Notiz von noch 1689 $ pro Unze. 

Seit Mittwoch hat Silber sogar rund 25% verloren, was den spekulativen Charakter des Marktes unterstreicht. Platin und Palladium rutschen auch weiter ab, da sie durch die Konjunkturunsicherheiten zusätzlich belastet wurden. Die Erdölpreise vermochten auch durch den neuen Stimulierungsmassnahmen des Fed nichts abzugewinnen und fielen in New York unter 80$ und in London unter 105 $ pro Fass zurück. Die Konjunktusorgen dominieren auch hier. Überlegung der Opec, dass Angebot zu reduzieren, spielen zurzeit keine grosse Rolle. 

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