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Schweizer Börse rutscht wieder ins Minus
Dax fällt unter 5000 Punkte!!
Mit anfänglichen Gewinnen konnte sich die Schweizer Börse am Freitag nicht behaupten, im Einklang mit anderen europäischen Finanzplätzen ist sie wieder deutlich ins Minus geruscht.
Der vor allem technisch bedingte Kursanstieg nach dem Einbruch vom Vortag war mangels Anschlusskäufen nur von kurzer Dauer und die Notierungen rutschen wieder ab. Ein Händler meinte, dass es im Moment zu keiner Erholung kommen könne, da es zurzeit zu grosse Unsicherheiten am Markt gäbe.
Auf Talfahrtkurs ist auch der deutsche Leitindex DAX. Am Freitag fiel er unter die Marke von 5000 Punkten. Auf 4`991 büsste der Dax bis gegen 12 Uhr insgesamt 3.3 Prozent ein.
Oktober als Crash Monat
Bei 5226 Punkten stand am Mittag der Schweizer Leitindex SMI, er wurde 1.2% schwächer. Bei 4762 Zähler lag der SPI mit 1% im Minus. Auf dem Markt hiess es, das das Ende noch nicht in Sicht wäre. Im Oktober stehen zudem der klassische Crash Monat bevor, dis sagte ein Börsianer.
Weiterhin im Mittelpunkt standen die Bankaktien. Die Ankündigung der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20), alles Notwendige zu unternehmen, um die Stabilität des Finanzsektors zu gewährleisten, sorgte nur kurz für Aufatmung. Nachdem es im Sog der Zurückstufung der Kreditwürdigkeit zahlreicher Grossbanken am Vortag zu einem Kurssturz im Bankensektor gekommen war, büssten die Titel nach einer anfänglichen Erholung erneut Terrain ein. Um 3.2% fiel die Credit Suisse und Julius Bär um 2.4%.
Keine Ergebnisse vom UBS-Verwaltungsrat
Mit einem Abschlag von 1.2% hielte sich die UBS besser. Nach der Bekanntmachung des milliardenschweren Handelsskandals war die Aktie der Grossbank in der Vorwoche wieder unter die Marke von zehn Franken gesunken. Das Treffen des UBS-Verwaltungsrates ist in Singapur am frühen Abend (Ortszeit) zu Ende gegangen. Auch die Versicherungswerte de Swiss Re und Zurich Financial zeigten sich deutlich schwächer.
Drei Porzent mehr verloren die konjunkturzyklische Titel wie die Aktien des Elektrotechnikkonzern ABB oder des Arbeitskräfte-Vermittlers Adecco. Auch Novartis und Nestle welches als defensiv angesehen wurden hielten sich mit Verlusten von rund einem Prozent vergleichsweise gut.
Swissmetal gehört mit 8.3% Kursplus zu den wenigen Gewinnern. Der überschuldete Buntmetallproduzent teilte mit, dass für sein operatives Geschäft verschiedene solide Interessenten gibt.
