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Schweiz will evt. Stempelsteuer abschaffen
In der Schweiz gibt es drei Arten von Stempelabgaben: Die Emissionsabgabe auf der Ausgabe inländischer Beteiligungsurkunden wie Aktien und Obligationen, die Umsatzabgabe auf dem Kauf und Verkauf von in- und ausländischen Wertpapieren und die Abgabe auf den Prämien bestimmter Versicherungen.
Die Abschaffung der Stempelsteuer würde die Standortattraktivität der Schweiz für nicht ortsgebundene Unternehmen erhöhen. Um das daraus resultierende Loch in der Finanzkasse wieder zu stopfen, müssten logischerweise andere Abgaben erhöht oder neue Steuern eingeführt werden. Zu diesem Schluss kommt auch eine Studie aus dem Finanzdepartement.
Zwei Varianten sind vorstellbar:
- Alle Kommissionen für Finanzdienstleistungen sind der MWST zu unterstellen. Zusätzlich könnte die MWST-Erhöhung, die temporär zu Gunsten der IV beschlossen wurde, weitergeführt werden, heisst es in der Studie. Es bräuchte aber aber auch Sparmassnahmen, damit die Vorgaben der Schuldenbremse eingehalten werden können.
- Als zweite Variante käme aus Sicht der Autoren der Studie eine CO2-Steuer auf Treibstoffen oder eine Erhöhung der MWST in Frage - dies könnte jährlich über eine Milliarde Franken einbringen.
Man kann sich sicherlich gut vorstellen, dass hier noch viel Wasser den Rhein runter fliessen wird, bis hier eine akzeptable Lösung gefunden wird und diese dann auch umgesetzt werden kann.
