Euro-Zonen-Wirtschaft steuert auf Rezession zu

Aufträge und Produktion in der Industrie sinken.

Ungebremst steuern die Euroländer auf eine Rezession zu. Im September schrumpfte die Industrie im Währungsraum so stark wie seit August 2009 nicht mehr, dies ging am Montag aus einer Markit Umfrage hervor.

Die Grössten Einbussen erlitten die Betriebe beim Neugeschäft und bei den Auslandaufträgen. Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson sagte, dass angesichts des schwachen Binnen- und rückläufiger Exportnachfrage die Eurozone-Industrie in der tiefsten Krise seit zwei Jahren stecke. 

Im August fiel die Markit-Einkaufsmanagerindex um 0.5 auf 48.5 Punkte und liegt damit weit unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Über diesem Barometer hielte sich nur Deutschland, wenn auch nur knapp mit 50.3 Punkten. Weiter bergab ging es in Frankreich, in Italien verlangsamerte sich die Tallfahrt nur wenig. Griechenland bleibt das Schlusslicht.

Während das Neugeschäft aus dem In- und Ausland schwächelte, schrumpften auch die Auftragspolster so stark wie seit Juli 2009 nicht mehr. Die Betreibe an der Preisfront spürten etwas die Entlastung. Im Zuge der Abkühlung der Industriekonjunktur hat auch der Preisdruck – nach den hohen Steigerungsraten bei Einkaufs- und Verkaufspreisen zum Jahresbeginn – auf breiter Front nachgelassen. Immer mehr Firmen und deren Lieferanten räumen wegen der schwachen Nachfrage Preisereduktionen ein.

Im Euro-Raum verlor der Beschäftigungsaufbau erneut an Tempo und fiel so schwach aus wie zuletzt vor 15 Monaten.

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