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Credit Suisse baut weiter rund 1500 Stellen ab
Mit einem hohen Gewinn von 683 Millionen Franken überrascht die Schweizer Grossbank Credit Suisse. Im Investmentbanking ist trotzdem ein massiver Stellenabbau geplant.
Noch einmal baut die Credit Suisse etwa 1500 Stellen ab. Im Juli hatte die Grossbank bereits vor dem Hintergrund eines schwächelnden Geschäfts vor allem im Investmentbanking die Streichung von 2000 Stelle angekündigt.
Der Stellenabbau betreffe einerseits Investmentbanker im Wertschriftengeschäft, das primär ausserhalb der Schweiz betrieben wird, aber auch Mitarbeiter im Privatkundengeschäft, das schwergewichtig im Heimmarkt Schweiz angesiedelt ist, sagte ein CS- Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur sda. Die Bank machte keinen genaueren Angaben.
Das schwankungsanfällige Investmentbanking soll verkleinert werden. Die CS wirft dazu Risiken aus den Büchern, um mit Blick auf die schärfere Bankenregulierung ihre Kapitalbasis zu stärken. Die risikogewichteten Aktiven im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren - jener Teil der Investmentbank, in der 2007/2008 bei vielen Banken Milliardenverluste entstanden waren - will die CS um 50 Prozent reduzieren.
Für das Privatkundengeschäft und die Anlageverwaltung für institutionelle Kunden soll die Investmentbank stärker arbeiten. Die Sparten haben im dritten Quartal angesichts der angespannten Wirtschaftslage einen Vorsteuerverlust von 190 Mio. Franken verursacht.
Gewinn tiefer als erwartet
Die Bank erreichte, dank der weiterhin profitablen beiden anderen Sparten, im dritten Quartal einen Vorsteuergewinn von 1,04 Mrd. Franken und einen Reingewinn von 683 Mio. Franken, wie sie ebenfalls am Dienstag bekannt gab.
Trotzdem hat die Bank die Erwartungen verfehlt: Von der Wirtschaftsnachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt rund eine Milliarde Reingewinn vorausgesagt, wobei wegen komplizierten Bilanzierungsregeln Voraussagen bei Grossbanken relativ schwierig sind. Im Ausland fallen zudem wegen Steuerstreitigkeiten Kosten und Rückstellungen an.
Die Grossbank hatte im zweiten Quartal 768 Mio. Franken Reingewinn erwirtschaftet. Im dritten Quartal 2010 hatte die Nummer zwei der Schweizer Bankenwelt unter dem Strich 609 Mio. Franken erwirtschaftet.
