Banken setzen auf Superreiche der Wachstumsländer

Studie der Schweizerischen Bankiervereinigung ortet Wachstumspotenzial 

Trotz dem massiven Druck sehen die Schweizer Banken auf Geschäfte mit unversteuerten Vermögen und verschärfter Regulierung neue Wachstumsmöglichkeiten. Unter anderem zählen dazu die Neureichen in den Wachstumsmärkten. 

Obwohl die verwalteten Vermögen aus Westeuropa und Nordamerika abnehmen dürften, sei im Private Banking in den nächsten Jahren insgesamt ein deutlicher Zugewinn zu erwarten, heisst es in einer Montag vorgestellten Studie der Schweizerischen Bankiervereinigung. 

Für Superreiche als Standort solle die Schweiz ausgebaut werden. Eine höhere Beratungskompetenz bei Nachfolgeplanung, Erbschaften sowie Steuerdeklaration ist dazu wichtig. 

In der Verwaltung institutioneller Vermögen, seien deutsche Zugewinne für den Bankenplatz Schweiz möglich. Die Schweiz solle als globaler Hedge-Fund-Standort etabliert werden. Dazu fordert die Bankiervereinigung die Abschaffung der Stempelsteuer und einfachere Fondsregistrierungsprozesse.

Handelsfinanzierung als Chance 

Im Firmenkundengeschäft biete sich mit Blick auf die zunehmende Bedeutung der Schweiz im Rohstoffhandel die Chance, vermehrt im Handelsfinanzierungsgeschäft Fuss zu fassen. Zudem werde nicht nur bei Grossunternehmen das Auslandgeschäft und damit der Bedarf an Begleitung immer wichtiger, sondern auch bei KMU, etwa bezüglich Wechselkurs-Absicherungsgeschäften.

Nicht sämtliche Banken sollten alle Opportunitäten nutzen. Die anspruchsvolleren Rahmenbedingungen würden im Gegenteil vielfach eine stärkere Fokussierug erfordern, schreibt die Bankierversicherung. 

Aber ein zusätzliches Ertragspotenzial besteht insgesamt für den Schweizer Bankenplatz bis 2015 von rund 4,8 Mrd. Franken. Die Brutto-Einträge hatten sich in 2010 auf 58.6 Mrd. Franken belaufen. 

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