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News aus Wirtschaft und Politik
G-20 fordern von Europa weitere Schritte in Schuldenkrise
Eine Einigung über zusätzliche Mittel für Währungsfonds
Die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) hat Europa zu einem entschiedeneren Vorgehen gegen die Schuldenkrise aufgefordert. Für die Weltwirtschaft gilt dies zurzeit als grösste Gefahr.
Zwar herrscht nach Angaben des G-20-Vorsitzenden Mexiko Einvernehmen darüber, dass Europa bereits wichtige Schritte unternommen habe. Es sei jedoch ebenso klar, dass noch mehr getan werden muss, teilte der Vize-Finanzminister Gerardo Rodriguez am Freitag im Anschluss an die zweitägigen G-20-Beratungen in Mexiko-Stadt mit. Die Schuldenkrise wird von vielen Teilnehmern als die derzeit grösste Gefahr für die Wirtschaft betrachtet.
Razzia in den Büros von Standart & Poor`s
Die Filiale in Mailand wir von der italienischen Polizei unter die Lupe genommen.
Das Mailänder Büro der amerikanischen Ratingagentur Standart & Poor`s wurde von der italienischen Polizei durchsucht. Die Aktion steht im Zusammenhang mit Ermittlungen, die 2010 wegen des Verdachts auf Marktmanipulation zunächst gegen Moody`s eingeleitet und dann auf Standart & Poor`s ausgeweitet wurde.
Die italienische Polizei hat erneut Geschäftsräume der US-Rating-Agentur Standard & Poor's in Mailand durchsucht. S&P Anwalt Giuseppe Fornari erklärte am Donnerstag, dass der Besuch der Steuerfahnder im Zusammenhang mit den im vergangenen Jahr eingeleiteten Ermittlungen wegen ungewöhnlicher Kursbewegungen an der Mailänder Börse stehe. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Bereits im August hatte die italienische Justiz die Mailänder Geschäftsräume von Standart & Poor`s untersuchen lassen.
Erstmals wieder Rückgang der weltweiten Erdölnachfrage
Internationale Energieagentur kappt wiederholt Prognosen zum Erdölverbrauch.
Die schwächelnde Weltwirtschaft hat zu dem ersten Rückgang des Erdölverbrauchs seit Jahren geführt. Die Internationale Energieagentur (IEA) kürzte bei der Bekanntgabe der Zahlen für das Schlussquartal 2011 zudem ihre Prognosen für 2012. So hiess es, dass das milde Wetter und die zunehmende Wahrscheinlichkeit einer globalen Rezession die Nachfrage auch in der kommenden Zeit dämpfen werde. Dennoch wird Erdöl wohl kaum billiger. Wegen der hohen Nachfrage müsse weiter mit Preisen von über 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) gerechnet werden, die zuletzt schon wegen der Unsicherheit bei der Erdölversorgung aus Nigeria, dem Irak und dem Iran gezahlt werden mussten, erklärte die Agentur.
Spanien trotzt Herabstufung bei Geldmarktauktion
Euro-Land im Visier der Finanzmärkte
Trotz der Herabstufung durch die Ratingagentur Standart & Poor`s in der letzten Woche konnte Spanien dennoch Geld zu deutlich günstigeren Zinsen am Geldmarkt besorgen. Bei den 12- und 18-Monatspapieren sank die Rendite durchschnittlich.
Spanien konnte sich trotz der Herabstufung Geld zu deutlich günstigeren Zinsen beschaffen. Am Dienstag sammelte das südeuropäische Land 4,88 Mrd. Euro am Kapitalmarkt ein. Die durchschnittliche Rendite für 12-Monatspapiere sank auf rund 2,05 von 4,05 Prozent an der vorigen Auktion. Spanien musste bei den 18-Monatspapieren den Anlegern nur noch eine durchschnittliche Rendite von rund 2.4 Prozent bieten, was zuletzt noch bei 4.2 Prozent lag.
Richemond wächst Ende 2011 nochmals kräftig
Verkäufe im Schlussquartal um 24 Prozent gestiegen.
Ende Jahr hat der Luxusgüterkonzern Richemond beim Umsatz nochmals rund ein Viertel zugelegt. Um insgesamt 24 Prozent auf 2,619 Mrd. Euro stiegen die Verkäufe von Oktober bis Dezember, dies teilte das Unternehmen am Montag mit.
Vor allem Asien war im letzten Quartal 2011/2012 ein enormer Wachstumsmotor. Die Verkäufe stiegen in der Region Asien-Pazifik um 36 Prozent. Insgesamt hat der Umsatz nach neuen Monaten (April bis Dezember) um 27 Prozent auf 6,833 Mrd. Euro zugenommen. Der Konzern mit der Marke Montblanc ist am schwächsten gewachsen. Der Umsatz ist dort nur um 7 Prozent auf 554 Mio. Euro gestiegen. In der für Richemont wichtigen Schmucksparte legte der Umsatz um 30 Prozent auf 3,528 Mrd. Euro zu. Das Unternehmen verkauft Marken wie Cartier und Van Cleef & Arpels.

